Wichtiges in Kürze zur Wohngesundheit mit Energieeinsparung
Um bei der Lage des Wohnortes anzufangen: Sie sollte mindestens 50 m von Hauptstraßen entfernt sein (http://www.wohngesundheit-heute.de/ , um Feinstaub in der Wohnumwelt zu verhindern. Hinzu kommt die gesundheitlich äußerst schädliche Kraftstoffanreicherung mit Biosprit (siehe dazu auch www.ökologisches-handeln.de : Alternativ-Energien?: Biodiesel-Beimix erhöht die Krebsgefahr). Wer dichter an der Hauptstraße wohnt, sollte eine Abschirmung mit hohen und dichten Bäumen anstreben.
Mobilfunkmasten und -sender auf Häusern strahlen gerade (nicht um die Ecke), werden aber von anderen Häusern auch abgeschirmt und reflektiert. Über den Sinn einer Abschirmung siehe www.ökologisches-handeln.de "Das Leben erhalten": Elektrosmog schadet Menschen, Pflanzen und Tieren (Grundlagen aus "Der Naturheilarzt). Sodann siehe auch www.naturheilkunde-heilt.de ": Elektrosmog, die unsichtbare Gefahr. Immer werden darin Fachleute zitiert, Ärzte oder die Bundeswehrhochschule bei München beispielsweise.
Die Elektrosmog-Abschirmung gegen hochfrequente Elektromagnetische Strahlung von außen ist gerade bei der Umsetzung von Energieeinsparungs-Sanierungen sinnvoll. Siehe auch: http://www.wohngesundheit-heute.de/ . Risiko Elektrosmog?
Die Wärmedämmungsmaßnahmen und die Abschirmung gegen Elektro- und Radarsmog (von Flugzeugen oder Schiffen) werden ebenfalls in der Haussanierungspraxis miteinander verbunden beschrieben. Ob Dach, Decke oder Wand, überall kann leicht eine Abschirmung eingebaut werden. Diese wird unter einer Innen- oder Außenisolierungsmaßnahme an Wänden oder Decken befestigt. Bei einem Spitzboden einfach von oben aufgelegt. Bei der Innenwärmeisolierungsmaßnahme kann gleichzeitig gegen die niederfrequente elektromagnetische Strahlung von innen abgeschirmt werden.
Beim Neubau ist dies auch einfach. Der Preis der Abschirmung liegt allgemein bei rund 10 €/qm und kann auch einfach auf oder unter Dachsparren genagelt werden. Die Elektrosmogabschirmung wird dann an die Erdleitung angeschlossen. Neue Wärmeschutzverglasung mit dem U-Wert von z. B. 1,1 lässt meistens keinen Elektrosmog hindurch. Dies liegt an der Scheibenfüllung.
Bei Häusern aus den 80er Jahren oder älter war der U-Wert (also der Wärmeabgang durch die Fensterscheiben) meistens 5,5 oder das 5-fache des heutigen Wärmeverlustes. Darum sollten als Wärmeschutzmaßnahme zuerst die Scheiben ausgewechselt werden. Denn die Wandöffnungen haben fast immer den mit Abstand höchsten Wärmeabgang. Der Scheibenpreis beträgt rund 180 €/qm (alle Preis incl. MWST). Der Wärmeverlust der Fensterrahmen ist insgesamt für die Öffnung mit zu berücksichtigen, er ist höher als die Scheiben und bei Holz besonders gering.
Aber Vorsicht bei einer Elektrosmogabschirmung: Weil doch noch irgendwo etwas hineinkommt, beispielsweise, wenn Fenster zur Lüftung geöffnet werden, sollte die am wenigsten bestrahlte Seite nicht abgeschirmt werden. Die Strahlung reflektiert sonst und bleibt im Hause. Darum ist eine Fenster-Kippstellunglüftung gegen E-Smog auch besser als eine Flügel-Seiten-Lüftung.
Viele gerade früher oft verarbeitete Baustoffe, wie Klinker oder andere Ziegelsteine, schirmen weitgehend gegen Elektrosmog ab. Man kann dies leicht örtlich messen.
Eine nachträgliche Innen-Wärmedämmung ist oft preiswerter und sinnvoller als eine Außenwärmedämmung. Die Häuser behalten ihr architektonisches Gesicht. Darum sollte vor Außendämmungsmaßnahmen u. U. auch die Baubehörde befragt werden.
Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) besagt, dass bei Altbauten die obersten begehbaren Geschossdecken (wie zum Spitzboden) mindestens einen U-Wert von 0,24 Watt/(qmxK) als Nachrüstpflicht haben sollen - oder das Dach bzw. die oberste nicht begehbare Geschossdecke müssen bis 2011 mit diesem U-Wert nachgerüstet werden.
Allgemein gilt: 14 cm dicke Mineralwolle 0,035 hat beits einen U-Wert von 0,20, also eine bessere Wärmedämmung als zuvor vorgeschrieben.
Bei größeren Umbau- oder Modernisierungsmaßnahmen von Altbauten muss die Wärmedämmung (der U-Wert) der Gebäudehülle 30 % höher sein oder der Jahres-Primärenergiebedarf muss um 30 % gesenkt sein und die Gebäudehülle dabei um 15 % besser gedämmt sein als bisher. Letzteres kann man aber auch durch dünne Wärmeinnenbekleidung (z. B. v. Knauf o. a.).
Ohne größeren Umbaumaßnahmen besteht also nur die leichte Nachrüstpflicht (einfach drauflegen) beim oberen Boden. Die Außerbetriebnahme von Nachtspeicheröfen gilt erst z. T. ab 2020 für mind. 30 Jahre alte Anlagen in Gebäuden mit mind. 6 Wohnungen.
Im Übrigen sind "gesunde Baustoffe" ein altes und großes Thema. Holz und Lehm sind dabei immer wieder im Gespräch. Wichtig ist dabei aber vor allem die Frage der Dampfdiffusionsoffenheit. Völlig dichte und hoch wärmegedämmte Häuser können schon nach kurzer Zeit unbewohnbar werden. Schimmelbildung und Krankheit der Bewohner sind möglich. Dies wird heute gerade bei Häusern des KW-60-Standarts beobachtet, also neuen Häusern mit höherer Wärmedämmung als erforderlich und ohne kontrollierte Be- und Entlüftung.
Bei nachträglicher Isolierung ist eine hohe Wärmedämmung im Bereich der Fensterleibungen besonders wichtig. Anderfalls bildet sich gerade dort Kondenswasser mit nachfolgendem Schimmelpilz. Dichte Wände benötigen darum auch eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, anderfalls wird eine Einsparung durch die Wärmedämmung größtenteils wieder weggelüftet.
Weil Windöffnungen Kälte hereinbringen können, sollen die Baumaßnahmen winddicht sein. Im Dachbereich wird dies durch von innen dampfdiffusionsoffenene Folie erreicht. Dies kann dann mit dem Blower-Door-Test überprüft werden. Alle Öffnungen werden dabei geschlossen und durch eine Tür wird Luft hineingeblasen.
Eine Außenwärmedämmung kann z. B. dampfdiffusionsoffen durch Mineraldämmplatten (wie Gasbetonmauersteine) mit der Wärmeleitfähigkeit 0,045 erfolgen. Darauf kommt dann ein dünner, dampfdiffusionsoffener Mineralputz.
Üblich ist als Außenwärmedämmung meistens ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Dies kann mit Mineralwollplatten (z. B. Steinwolle) und der Wärmeleitfähigkeit 0,035 z. B. 14 cm dick und Mineralputz auch dampfdiffuisionsoffen sein. Durch den Wasserdurchgang wird die Außenfassade aber leichter grün. Ein zusätzlicher Antifungizit-Anstrich ist deshalb sinnvoll. Der Preis liegt € 135/qm incl. Gerüst.
Das WDVS mit Styropor- oder ähnlichen Platten, z. B. ist ca. 20 €/qm preiswerter, allerdings dann nicht dampfdiffusionsoffen.
Hierzu siehe auch www.haussanierungspraxis.de oder www.gesund-renovieren.de. Dort werden unter "Energieeinsparung" weitere Angaben, auch zu Pelletheizungen, Auteilung des KfW-Zuschüssen etc. gemacht. Unter www.wohneigentumssuche.de werden Angaben zu den Gesamtkosten und der Finanzierung gemacht.
Bei Mehrfamilienhäusern bringt eine dort pro Wohnung preiswerte Wärmepumpe, die die Luftwärme auf die Warmwasserheizung überträgt, oft die meiste Einsparung. Bei Neubauten kann auch eine Luft/Luft Wärmepumpe die Innenräume direkt erwärmen.
Preisbeispiele dazu: Eine 8 kW Luft-Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser kostet eingebaut im besser gedämmten Einfamilienhaus oderAlt Reihenmittelhaus rund 14.000 €, im Alt Einfamilienhaus mit 14 kW rund 15.500 €, für 4 ältere 70 qm Wohnungen mit 21 kW aber nur noch 16.500 €. Man sieht, es wird immer weniger, je mehr Wohnungen angeschlossen sind, bei jeweils nur noch 10% des normalen Gasverbrauchs.
Meistens wird zum Einbau einer Wärmepumpe bei Altbauten eine zusätzliche Wärmedämmung der Haus-Außenwände für notwendig erachtet. Weil aber der Wärmepumpenpreis für z. B. 14 kW nur geringfügig teurer als für 8 kW ist, kann diese Mehrenergie u. U. auch den größeren Wärmeabgang bei gesparter Außenisolierung ausgleichen.
Bei den genannten Preisen für Wärmepumpen war die Brauchwassererwärmung eingeschlossen, für die häufig Solarenergie eingesetzt wird. Dies ist dann nicht erforderlich. Außerdem wird die Sonne u. U. zur Stromerzeugung für den eigenen Haushalt (mit Batterie) oder zur Netzeinspeisung - oder in wenigen Jahren für das Elektroauto verwandt. Dazu siehe: www.ökologisches-handeln.de bei Alternativ-Energien? Die Nutzung der Solarenergie.
Zuletzt noch ein Tipp zur Wohngesundheit: Eine unsichtbare und gesunde Strahlungsheizung strahlt von der Seite. Es wird keine Umluft, wie bei den üblichen Radiatoren, oder kein mit der Warmluft einer Fußbodenheizung auf- und absteigender Staub durch die Luft getragen. Dies vermeidet u. U. Hausstauballergien.
Es sollte beim Bauen also vieles bedacht sein. Die Hochhauskrankheit, die sogenannten Wasseradern und vieles mehr zur Wohngesundheit finden sich zusätzlich in dem Buch (V)erbaute Gesundheit (236 S. geb., 15 Fotos, 27 Übersichten und 10 Zeichnungen). Siehe hierzu Verbaute Gesundheit. Bestellmöglichkeit beim Buchhandel oder beim Verlag unter www.dialog-verlag.eu .
Ich hoffe, dass die Ausführungen für Sie als Leser hilfreich waren.
Ihr
Hans-J. Kiene
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